Ein sorgsamer, nachhaltiger Umgang mit der Natur




Jedes Ökosystem, so auch das Ökosystem von Weinbauflächen, besitzt im unversehrten Zustand eine große pflanzliche und tierische Artenvielfalt, durch die und in der alle Wachstumsprobleme gelöst und geregelt werden – stellt also eine in sich ruhende und sich ständig selbst erneuernde Welt dar. Der Begriff „biologische Bewirtschaftungsweise“ bedeutet, diesen Zustand möglichst wenig zu stören und zu verändern.

Nachhaltigkeit bedeutet, mit den Ressourcen der Natur sorgsam umzugehen und alle Maßnahmen auf den Erhalt der Bodengesundheit und auf das Rebgleichgewicht auszurichten. Dazu gehört u.a. eine Bodenbearbeitung, die weitgehend auf Dünger oder auf den Einsatz von Pestiziden verzichtet. Durch eine auf den ersten Blick unscheinbare Begrünung der Fahrgasse bewirkt man zum Beispiel eine Vielzahl an Reaktionen: Stickstoffbindung, erhöhte Bodenfruchtbarkeit (Humusaufbau) und Erosionsschutz – wozu das Ökosystem in weiterer Folge dann selbst imstande ist.



Sollte sich die Population einer Art vermehren und dadurch zum Schädling von Pflanzen bzw. Trauben werden, so wird versucht, auf natürliche Weise wieder ein Gleichgewicht herzustellen. Dies kann von der Ausbringung natürlicher Feinde bis hin zu Pheromonfallen (Lockstoffe) reichen. 




Traubenwickler werden mittels der Verwirrungsmethode erfolgreich und natürlich bekämpft. Pheromon-Dispenser setzen Sexuallockstoffe frei und erzeugen eine Duftwolke, die verhindert, dass Weibchen und Männchen zueinander finden.




Es werden nur natürliche Dünger wie Pferdemist und Stroh zum Humusaufbau verwendet. Um die Artenvielfalt zu erhöhen und um eine bessere Durchwurzelung des Bodens zu erhalten, werden 15 verschiedene Samen miteinander vermischt und gesät.