Verschlussarten


Der Naturkork wird aus der Rinde von Korkeichen hergestellt und gilt seit jeher als klassische Methode, um Weinflaschen zu verschließen. Dieses bekannte Naturprodukt sorgt einerseits für geringen Luftaustausch, was den Wein noch zusätzlich reifen lässt, andererseits verleiht der Kork dem Produkt eine gewisse Ästhetik beim Öffnen. Allerdings muss beachtet werden, dass die Zinnkapsel den Kork verschließt und dadurch der Gasaustausch reduziert wird. Der große Nachteil beim Naturkork ist jedoch, dass Trichloranisol entstehen kann. Dieser chemische Stoff ist für den muffigen, modrigen Geruch bzw. Geschmack verantwortlich und macht den Wein fehlerhaft. Rund 5% der Korken weisen diesen Fehler auf.

Im Gegenzug dazu steht der Schraubverschluss aus Metall- oder Aluminiumlegierungen, welcher sich in Österreich und Europa immer größerer Beliebtheit erfreut. Nicht nur die Wiederverschließbarkeit, sondern auch seine neutrale und lange Haltbarkeit als Verschlusssystem sprechen für ihn. Gerade deshalb garantiert diese Methode den Erhalt von Aroma, Säure und Farbe, was mittlerweile nicht nur bei Weißweinen sehr geschätzt wird.


Dem technisch (und damit auf finanziell) aufwändigen Glasverschluss kommt nur eine geringe Bedeutung zu. Bei der traditionellen Sektherstellung wird ein druckresistenter Kronkork für die Zeit der Hefelagerung verwendet. Weiters finden Kronkorken als Verschlussart bei einfachen Weinen Anwendung.